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ROLFES

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Bedeutung des Sonntags verändert

17.09.2012

Podiumsdiskussion Landtagswahl 2013

Die Kandidaten für die Landtagswahl 2013 mit Heinz Rolfes (2. v. r. )

Lingen. Die soziale Gerechtigkeit hat für die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) einen sehr hohen Stellenwert. In einer Podiumsdiskussion haben am Sonntagmorgen die Landtagskandidaten Birgit Kemmer (Grüne), Andreas Kröger (SPD) und Heinz Rolfes (CDU) ihre Positionen vorgestellt.

KAB-Vorsitzender Heinrich Prigge hieß in den Räumen des Gemeindehauses Maria Königin im Namen der acht KAB-Gruppen im Altkreis Lingen die Politiker sowie interessierte Mitglieder und Bürger willkommen. Die Diskussionsleitung hatte Michael Reitemeyer, Leiter des Ludwig-Windthorst-Hauses, inne.

Die Landtagskandidaten forderten Prigge sowie KAB-Diözesansekretär Paul Kater auf, ihre Vorstellungen zu den drei Themen Schutz des Sonntags, Pflege und Familie vorzustellen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde „zur Person“ ging es um den KAB-Wahlkampfbaustein „Ökonomisierung des Sonntags gefährdet das soziale Leben, die Familie und das Ehrenamt“. „Wie sieht bei Ihnen der ideale Sonntag aus?“, wollte Reitemeyer von den Landtagskandidaten wissen.

„Der Sonntag ist bei uns für die Familie gesetzt“, betonte Birgit Kemmer. An diesem Tag kehre Ruhe im oftmals hektischen Alltag ein.

Abschalten vom Alltag

Den Sonntag nutzt Andreas Kröger in erster Linie zum Abschalten vom Arbeitsalltag. „Für mich fängt der Sonntag in der Regel mit einer Vorabendmesse schon am Samstag an“, erklärte Heinz Rolfes.

Allerdings habe sich die Bedeutung des Sonntags verändert, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Viele junge Leute nutzten den Sonntag, um sich vom Samstag zu erholen und zu schlafen. Andere gingen zum Einkaufen und wieder andere müssten am Sonntag arbeiten. Paul Kater kritisierte, dass die Politik Möglichkeiten geschaffen habe, dass viele Geschäfte auch am Sonntag ihre Türen geöffnet halten können.

„Welche Rahmenbedingungen kann man schaffen, damit der Sonntag geschützt wird?“, fragte Andreas Reitemeyer. Andreas Kröger bezeichnete das Gesetz zu den Ladenöffnungszeiten arbeitgeberfreundlich, aber arbeitnehmerfeindlich. Allerdings sollten sich die Verbraucher auch fragen lassen, ob man zwingend am späten Abend oder am Sonntag einkaufen gehen müsse. Nach Auffassung von Heinz Rolfes haben es die Bürger in der Hand: Wenn Sonntagsöffnungszeiten nicht angenommen würden, dann wäre vermutlich auch kein Laden offen.

Intensiv wurden auch die Themen Familie und Pflege diskutiert. Zahlreich Fragen kamen aus dem Publikum.

Am Ende zog Moderator Reitemeyer ein positives Fazit. „Die Sache stand in den Statements im Mittelpunkt und nicht, wie oft üblich, parteitaktisches Geplänkel.“

Text und Fotoquelle: Lingener Tagespost

 

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