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FÜR DAS SÜDLICHE EMSLAND UND SCHÜTTORF

Der Ausstieg aus der Kernenergie und seine Folgen

01.12.2012

Das so oft beschworene Restrisiko bei der Kernenergie ist in Fukushima zu einem schrecklichen Realrisiko geworden. Anders als zum Beispiel in Frankreich und in fast allen anderen Ländern mit Nutzung der Kernenergie haben wir, auch die CDU/CSU, aus dieser Kathastophe den Schluss gezogen, aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen.

Für uns in Lingen bedeutet dies, im Jahre 2023 wird das Kernkraftwerk in Lingen abgeschaltet.Alle die den Ausstieg beschlossen haben, sind dafür auch verantwortlich. Nun bleibt für Lingen festzustellen dass der wirtschaftliche Erfolg und der Wohlstand der Stadt ganz wesentlich mit dem Energiestandort zusammenhängt. Wir brauchen für Lingen ein neues Konzept  für die Sicherung des Energiestandortes und der Wirtschaftskraft unter Einbeziehung der Kommunalpolitik, der Energieversorger und der Landes-und Bundespolitik. Mit Bürgerwindpark und Photovoltaik auf den Dächern der Stadt ist diese Frage nicht zu beantworten.

Nun ein paar Anmerkungen zu einem Punkt der uns trotz Ausstieg bleibt. Die Endlagerung des Atommülls. Hier gibt es Einvernehmen zwischen allen Beteiligten, eine ergebnisoffene Endlagersuche unter Einbeziehung von Ton- und Granitgestein, also nicht nur Salzformationen, zu starten. Selbst ein Bundesparteitag der Bündnis90/Grüne will einen politischen Ausschluss Gorlebens aus dieser ergebnisoffenen Suche nicht, dennoch verlangen Kandidat Weil und sowohl die SPD wie die Grünen im Lande, Gorleben von vornherein auszuschließen.

Weil nennt aber als mögliche Alternativen das Emsland und Hildesheim. Das Gorleben bei einer Suche von vornherein politisch ausgeschlossen werden soll, das Emsland mit ähnlichen Salzformationen aber explizit vom Kandidaten der SPD genannt wird, lässt nichts Gutes erwarten. Konträr zur Bundeslinie seiner Partei und zu Lasten des Emslandes werden hier Positionen bezogen.

Welcher Teufel hat hier denn den SPD-Kandidaten geritten?

Wenn man im weiteren Verfahren allerdings auch mal über eine mögliche Rückholbarkeit des Atommülls nachdenkt, kommen die Salzformationen ohnehin nicht in Betracht. Hier könnte dann Ministerpräsident  Kretschmann (Grüne) aus dem Südwesten der Republik allerdings sehr hilfreich sein.

Fazit: Auch wenn das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet ist haben wir die Frage der Endlagerung noch lange nicht gelöst. Mit voreiligen Schuldzuweisungen sollten aber gerade die Sozialdemokraten vorsichtig sein, der größte Teil der Genehmigung unserer Kernkraftwerke wurde zu Zeiten sozialdemokratischer Kanzler, und sicher nach damals bestem Wissen und Gewissen, erteilt.

 

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