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Kauder teilt kräftig gegen die „Sozis“ aus

09.01.2013

RolfesCDU/CSU-Fraktionschef in Lingen

Volker Kauder ist ein gewiefter Rhetoriker. Wenn der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mehr von „Sozis“ und weniger von Sozialdemokraten, viel von den Leistungen der Union und nur am Rande vom Ballast, den der kleine Koalitionspartner FDP bisweilen für das Erscheinungsbild der Bundesregierung darstellt, spricht, dann ist Wahlkampfzeit. Wie gestern Abend im gut gefüllten Saal Klaas-Schaper in Lingen. Dorthin hatte der CDU-Kreisverband Lingen den 63-jährigen Schwaben zum Neujahrsempfang eingeladen.

Kauder, der einmal Zirkusdirektor werden wollte und im „Politzirkus“ gelandet ist, rief in einer kämpferischen Rede dazu auf, sich für einen Wahlsieg von David McAllister am 20. Januar in Niedersachsen einzusetzen. „Noch ein Prozent zusätzlich für uns, ein bisschen mehr bei der FDP und die anderen etwas runter, dann klappt’s“, lautete seine Rechnung für den Wahlgang. Den Liberalen in Berlin riet er, einfach „mal die Schnauze zu halten“ und um Zustimmung bei den Bürgern zu kämpfen. „Wir von der CDU haben hier nichts zu verschenken“, lehnte Kauder „Leihstimmen“ von der Union für die FDP ab.

Zuvor hatte der Fraktionschef der CDU/CSU einen weiten Bogen von der niedersächsischen zur Bundespolitik bis hin zur Europapolitik geschlagen. Europa wettbewerbsfähig zu machen sei das zentrale Thema. Dazu gehörten konsolidierte Haushalte in Bund und Ländern, Maßnahmen, wie sie Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident McAllister in die Tat umgesetzt hätten. SPD und Grünen traute Kauder allenfalls Gestaltungskraft im Geldausgeben zu. Deutschland stehe heute gut da, besser noch als vor der Finanzkrise 2008, sagte der Unionspolitiker. Die CDU habe – Stichwort Kurzarbeitergeld – mehr für die Arbeitnehmer getan als die SPD, die den Namen „Arbeitnehmerpartei“ nicht mehr verdiene. Viel Applaus erhielt Kauder am Ende für seine Rede – das war bei diesem Heimspiel für den Christdemokraten aber auch nicht anders zu erwarten.

Text: Thomas Pertz – Lingener Tagespost

 

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